In der Zeit vom 8. - 18. Mai 2007 zeigt die Geschichtswerkstatt Achim im Foyer der Kreissparkasse Achim in der Obernstraße eine Auswahl der 89 Schaubilder, die im Oktober 2005 im Rahmen der Ausstellung "Eine Stadt erinnert sich - LEBEN IN ACHIM VOR 60 JAHREN" im Ratssaal gezeigt worden sind.
Zur 62. Wiederkehr des Kriegsendes ( 8. Mai 1945) erinnern diese Schaubilder an die Lage in Achim, wo einheimische Achimer, Evakuierte aus Hamburg und Bremen, Flüchtlinge und Vertriebene ihr Leben meistern mussten.
Es wird die "TRILOGIE DES ERINNERNS" ausliegen, ein dreiteiliges Werk aus den "Erinnerungen von Achimerinnen und Achimern (Teil I), der "Schaubilder Sammlung" (alle 89 Schaubilder verkleinert in DIN A4-Format mit einer Kopie der Eintragungen im Besucherbuch,
Teil II) und der Dokumentation des gesamten Projekts (mit Foto- und Presseteil, (Teil III).
Eine Liste zur Befürwortung der Herausgabe eines Buches mit dem Inhalt der 58 Texte des Teiles I der "Erinnerungen von Achimerinnen und Achimern" an das Leben in Achim um 1945 wird auch ausliegen.
Weiteres Material und die Originale der Schaubilder findet jeder Interessierte während der Öffnungszeiten des Stadtarchivs im Rathaus (dienstags 16.30 Uhr - 18.00 Uhr und donnerstags 10 - 12 Uhr) vor.


"DER KRIEG IST AUS !"
Dieser Ruf verbreitete sich am 8. Mai 1945 schneller noch als das besagte "Lauffeuer". Ob er ungläubig, hoffnungsvoll, erlösend, wütend, lähmend, fragend, schmerzvoll aufgenommen wurde - es war "die Stunde Null" in unserer Geschichte gekommen.
Jeder Mensch, der sein Leben von damals bewusst in Erinnerung rufen kann, weiß heute noch genau, wo und wie er sich in jenem Moment befand, was er gerade tat oder von wem er die Nachricht erhielt.
Achim war zu diesem Zeitpunkt schon von britischen Truppen besetzt.
In der Ausstellung "Eine Stadt erinnert sich - LEBEN IN ACHIM VOR 60 JAHREN" hat die Geschichtswerkstatt Achim im Ratssaal der Stadt im Oktober 2005 zum Kriegsende 1945 eine Ausstellung mit 89 Schaubildern, Gegenständen, weiterführendem Material und Büchern gezeigt. Über 1.000 Besucher haben sie gesehen, u.a. auch Schulklassen.
Ein großer Wunsch der Verfasserin ist es, dass sich mit der Herausgabe der "Erinnerungen von Achimerinnen und Achimern" (Teil I der TRILOGIE DES ERINNERNS) Alt und Jung begegnen.
In dieser Sammlung kommen 15 "Einheimische" (in Achim und umzu Gebürtige) und 43 Flüchtlinge/Vertriebene, die in Achim nun ihre Heimat haben, zu Wort.
Sie waren zum Zeitpunkt des Kriegsendes zwischen 5 und 35 Jahre alt.
Edith Bielefeld und ich haben die Interviews geführt und die schriftlichen Berichte gesammelt.
Um 1945 war das Verhältnis "Achimer" : "Angekommene" wie 2 : 1. Was das für alle Beteiligten bedeutete, wird einem bei der Lektüre der Berichte mehr als klar. Die Beiträge sind authentisch und gehen dem Leser "unter die Haut".
Sollte es möglich sein, unserer Stadt diesen Teil der Geschichte und des Erlebens eines Teils ihrer Bürgerinnen und Bürger wachzuhalten und zu bewahren? - Eine Arbeitsgruppe von Jugendlichen bereitet die Texte auf und gibt sie mit Unterstützung der Stadt, der Geschichtswerkstatt, der Kreissparkasse und weiterer Sponsoren heraus? Ein Traum?Vielleicht einer, der sich erfüllen kann.

S. Falkenstein
5. 4. 2007

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